Kondensatormikrofon Tests und Preisvergleiche

Kondensatormikrofon Test – Testberichte 2016 und Preisvergleich

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Unsere Kondensatormikrofone

Sowohl für Profis als auch für Hobbymusiker ist das richtige Mikrofon extrem wichtig. Es steht am Anfang der Aufnahmekette und entscheidet so über die resultierende Klangqualität. Kondensatormikrofone sind im Prinzip keine neue Technik, aber sie haben sich bewährt und werden heute in eine Reihe verschiedener Ausführungen angeboten. Früher war ein Kondensatormikrofon eine recht kostspielige Anschaffung. Heute bekommt man gute Mikrofone zu erschwinglichen Preisen. Vor dem Kauf eines Mikrofons sollten unser Einkaufsratgeber, die Mikrofontests und der Preisvergleich Aufschluss geben und den Weg weisen.

Wie funktioniert ein Kondenstormikrofon?

Bei allen Mikrofonen werden die Schallwellen von Musik, Sprache oder Geräuschen erst in mechanische und anschließend in elektrische Schwingungen umgesetzt. Zu diesem Zweck haben Mikrofone eine Membran, die von den Schallwellen in Schwingungen versetzt wird. Bei einem Kondensatormikrofon besteht diese Membran aus einer elektrisch leitenden Folie. Diese ist in einem sehr geringen Abstand von einigen μm vor einer gelochten Metallplatte montiert. Durch die Membran und die Metallplatte entsteht ein Plattenkondensator. Er kann eine kleine Menge elektrischer Energie speichern. Die Speicherkapazität hängt von der Größe der Platten und ihrem Abstand voneinander ab. Der Kondensator des Mikrofons wird mit einer KondensatormikrofonSpannung von 60 V vorgeladen. Treffen jetzt Schallwellen auf die Membran, schwingt sie im Rhythmus dieses Schalls hin und her. Damit ändert sich aber auch der Abstand der beiden Kondensatorplatten und damit seine Kapazität ständig. Eine elektronische Schaltung misst diese Kapazitätsänderung und setzt sie in elektrische Schwingungen um. Der Kondensator ist auf Grund seiner kleinen Kapazität und des hohen Ladewiderstands äußerst hochohmig. Für die Signalübertragung muss er auf Werte zwischen 50 und 200 Ω herabgesetzt werden. Dies geschieht durch einen Impedanzwandler, der gleichzeitig als Verstärker wirkt. Dieser Impedanzwandler wird entweder als Röhren- oder als Transistorschaltung ausgeführt. Sowohl für die Vorladung als auch die Verstärkung benötigt das Mikrofon eine Spannungsversorgung. Für die Transistorschaltung kann diese Spannung (48 V) entweder als sogenannte Phantomspeisung aus dem Mikrofonverstärker oder aus einer Batterie kommen. Für Röhrenschaltungen sind in der Regel höhere Spannungen erforderlich. Diese Mikrofone haben daher ein externes Netzteil.

Die Geschichte des Kondensatormikrofons

Das erste Kondensatormikrofon wurde von Georg Neumann gebaut. Er war der Gründer der gleichnamigen Firma. Seine Mikrofone entsprachen in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts schon den heutigen Qualitätsstandards. Neumann-Mikrofone gelten in der professionellen Tontechnik als Referenz. 1962 wurde das Elektret-Mikrofon entwickelt. Es ist eine Sonderform des Kondensatormikrofons (s. u.). Heute ist diese Art des Kondensatormikrofons sehr beliebt und weit verbreitet.

Die verschiedenen Arten des Kondensatormikrofons

Prinzipiell wird zwischen Großmembran-, Kleinmembran- und Elektret-Kondensatormikrofon unterschieden. Auf unseren Seiten werden Tests der verschiedenen Kondensatormikrofone angeboten. Ebenso können hier Preisvergleiche und ein Einkaufsratgeber gefunden werden.

    • Großmembrankondensatormikrofone

Hat die Membran des Mikrofons mindestens einen Durchmesser von 2,54 cm (1 Zoll), spricht man von einem Großmembranmikrofon. Kondensatormikrofon GeschichteMikrofone mit einem Membrandurchmesser zwischen 1,8 cm und 2,2 cm (¾ Zoll) werden sowohl als Großmembran- als auch als Kleinmembranmikrofone verkauft. Jeder Hersteller hat in diesem Bereich seine eigenen Vorstellungen. Die Größe der Mikrofonmembran hat einen wesentlichen Einfluss auf das Richtverhalten des Mikrofons. Bei hohen Frequenzen wird das Aufnahmefeld eines Großmembran Mikrofons enger. Das bedeutet, dass mehr Höhen in Signalen enthalten sind, die von vorne auf das Mikrofon treffen, als bei denen, die seitlich auftreffen. Diese Mikrofone haben auch ein etwas schlechteres Impulsverhalten als Kleinmembranmikrofone, da die Membran eine größere Masse hat und daher geringfügig träger ist. Diese größere Membranfläche hat aber den Vorteil, dass sie ein stärkeres Nutzsignal produziert. Dadurch sind diese Mikrofone rauschärmer. Dies ist speziell bei der Aufnahme leiser Töne wichtig.

Großmembranmikrofone werden gerne bei der Aufnahme einzelner Sänger verwendet. Die Verengung des Aufnahmefeldes spielt keine Rolle, da der Sänger ja direkt vor dem Mikrofon platziert werden kann. Seine Stimme wird aber durch dieses Mikrofon fülliger und größer wiedergegeben.
Großmembranmikrofone haben meist eine nierenförmige Richtcharakteristik. Dies bedeutet, dass Signale von vorne wesentlich lauter aufgenommen, als seitlich auftreffende. Das ist bei der Aufnahme von Pop-Musik sehr erwünscht. Hier soll kein Raumklang erzeugt, sondern die Signale direkt aufgenommen werden. Auch für ein Heimstudio ist diese Richtcharakteristik günstig, weil Nebengeräusche, wie z. B. vom Computer, nicht aufgenommen werden. Für Klassik-Aufnahmen werden Großmembranmikrofone mit Kugelcharakteristik verwendet. Hier wird der Schall von allen Seiten her gleichmäßig aufgenommen. Darüber hinaus gibt es Mikrofone mit einstellbarer Richtcharakteristik.

    • Kleinmembranmikrofone

Von Kleinmembranmikrofonen spricht man bei Membrangrößen zwischen 0,64 cm und 1,3 cm (¼ – ½ Zoll). Sie haben meist die Form einer Zigarre. Wegen der geringeren Masse der Membran haben sie ein etwas besseres Impulsverhalten als Großmembranmikrofone. Dies wird aber mit einem geringeren Rauschabstand erkauft. Kleinmembranmikrofone erzeugen ein neutraleres Klangbild. Sie haben eine größere Dämpfung im Rückwärtsbereich, d. h., der Klang kann mit ihnen gezielter aufgenommen werden. Außerdem ist ihr Dynamikbereich größer als der von Großmembranmikrofonen. Sie werden hauptsächlich dort eingesetzt, wo gezielt eine Schallquelle aufgenommen und die Umgebungsgeräusche unterdrückt werden sollen.

    • Elektret-Kondensatormikrofone

Elektret-Kondensatormikrofonen wird die Vorspannung nicht von außen zugeführt, wie den anderen Kondensatormikrofonen. Sie ist in der Mikrofonkapsel als statische Ladung vorhanden. Die ersten, in den 1960er Jahren konstruierten Mikrofone dieser Art, hatten Probleme die Spannung zu halten. Dieses Problem ist aber heute gelöst. Elektret-Mikrofone sind klein, kompakt und preiswert. Daher haben sie eine weite Verbreitung gefunden.

    • Weitere Arten

Außer durch die Membrangröße und die Spannungsversorgung unterscheiden sich die Kondensatormikrofone durch die eingebaute Verstärkerschaltung. Sie kann entweder aus einer Röhren- oder einer Transistorschaltung bestehen. Tontechnik gehört zu den wenigen Bereichen, in denen auch heute noch mit Röhren gearbeitet wird. Dies liegt daran, dass eine Röhrenschaltung ein anderes Übersteuerungsverhalten hat als eine Transistorschaltung. Dadurch ergibt sich eine andere Klangfarbe. Durch die Röhrenschaltung wird der Klang satter und weicher.

Ein weiteres Unterscheidungskriterium der Kondensatormikrofone ist die Frage trafosymmetriert oder übertragerlos. Bei übertragerlosen Mikrofonen besteht die Ausgangsstufe aus einer Transistorschaltung. Das nennt man auch elektronische Symmetrisierung. Trafosymmetrisierte Mikrofone haben als Ausgangsstufe einen Transformator. Diese Ausgangsstufe beeinflusst das Klangbild. Mikrofone mit Übertrager klingen weicher als übertragerlose.

Tests und Preisvergleiche auf kondensatormikrofon.net

Tests der verschiedenen Mikrofone können auf kondensatormikrofon.net gefunden werden. Vor dem Kauf eines Mikrofons empfehlen wir unseren Einkaufsratgeber. Und wer sein Wunschmikrofon gefunden hat, kann unseren Preisvergleich nutzen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, den günstigsten Preis für Ihr Kondensatormikrofon gefunden zu haben.