Kondensatormikrofon mit Batterie

Grundlegende Funktionsweise eines Kondensatormikrofons

Ein Mikrofon wandelt Schallschwingungen in elektrische Spannung um. Diese Wandler gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. Beim sogenannten Kondensatormikrofon wird eine elektrisch leitfähige Membran auf ein Dielektrikum, welches bekannterweise einen Isolator darstellt, montiert. Auf der anderen Seite des Dielektrikums befindet sich eine Metallplatte, die sogenannte Gegenelektrode. Das ganze Gebilde stellt eindeutig einen Kondensator dar, der ja nichts anderes ist, als zwei Metallplatten, die durch einen Isolator (Dielektrikum) getrennt sind. Die durch Töne erzeugten Schallwellen versetzen die Membran in Bewegung. Dies verändert die Kapazität des Kondensators und das elektrische Signal, welches in die Elektrode eingespeist wird.

Der große Nachteil von Kondensatormikrofonen ist, dass sie grundsätzlich eine zusätzliche Spannungsversorgung brauchen, entweder in Form einer Phantomspannung vom Mischpult oder sie brauchen eine Batterie und um Letzteres geht es hier: Um Kondensatormikrofone mit Batterie. Meist werden die Mikrofone mit ein bis zwei AA-Batterien betrieben, welche in jedem Supermarkt erhältlich sind. Es gibt aber auch Kondensatormikrofone mit wiederaufladbaren Lithium-Akkus.

Wo werden Kondensatormikrofone eingesetzt?

Der Einsatzbereich von Kondensatormikrofonen erstreckt sich von der einfachen Aufnahme von Sprache am heimischen PC z.B. für einen Podcast bis hin zu Aufnahmen von Chorgesang. Dies ist die übliche Nutzung. Darüber hinaus gibt es spezielle Kondensatormikrofone, die geeignet sind, Blechblasorchester aufzunehmen. Für Außenaufnahmen gibt es sogar Mikrofone mit Windschutz.

Unterschiede in der Qualität

Bereits für 84 € bekommt man schon Kondensatormikrofone, mit denen die Nutzer, sehr zufrieden sind. Achtet man darauf, für was die Käufer die „Billigmikrofone“ brauchen,dann stellt man fest, dass dies der Regel für einfache Sprachaufnahmen der Fall ist. Liest man Kommentare von Käufern, welche die Mikrofone für Aufnahmen von Schulchören oder Orchestern nutzen wollen, stehen diese Kommentare grundsätzlich unter Mikrofonen in der Preislage von 200 – 300 €. Es kommt also immer darauf an, in welchen Situationen das Mikro verwendet werden soll. Für spezielle Anwendungen wie Blasorchester oder Aussenaufnahmen gibt es spezielle Modelle, die extra hierfür ausgelegt sind, was aus der jeweiligen Beschreibung entnommen werden kann.

Die Qual der Wahl

Steht nun der Einsatzbereich des Mikrofons fest, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Auswahl des Mikrofons erfolgen soll.

  • Die Richtcharakteristik

    Die Richtcharakteristik bestimmt, aus welcher Richtung das Mikrofon am empfindlichsten ist. Die meisten Kondensatormikrofone verfügen über die Nierenform. Das kann man sich so vorstellen, dass das Mikrofon super aufnimmt, es sei denn, man steht dahinter. Alle Töne, die von hinten kommen, werden kaum aufgenommen. Sollen auch Töne hinter dem Mikrofon aufgenommen werden, dann ist die Superniere oder die Hyperniere die richtige Wahl. Eine ganz spezielle Form ist die Keule, also Töne von Vorne und von hinten.

  • Die Empfindlichkeit

    Die Empfindlichkeit beschreibt die Stärke, in der der Schall in elektrische Spannung umgewandelt wird und wird angegeben in mV. Desto größer der Wert, desto empfindlicher.

  • Der Signal-Rausch-Abstand

    abgekürzt SNR oder als Eigenrauschen bezeichnet, ist ein Maß für das Verhältnis von Nutzsignal und Rauschen, gemessen in dB. Desto größer der Wert, desto geringer das Rauschen.

  • Die Ausgangsimpedanz

    angegeben in Ohm bezeichnet den Ausgangswiderstand der Mikrofons. Bei Kondensatormikrofonen ist der Ausgangswiderstand meist sehr hochohmig, desto eher werden hohe Frequenzen durch lange Anschlusskabel gedämpft.